Artischockencreme mit weißem Pfeffer aus dem Languedoc
Cremig, zitronig, fein gepfeffert: Die Artischockencreme von Rue Traversette bringt gut zwei Drittel Artischockenherzen in ein kleines Glas, verfeinert mit Olivenöl, Zitrone und weißem Sarawak-Pfeffer. Ein vegetarischer Aufstrich für alle, die das nussig-herbe Herz der Artischocke mögen.
Artischockencreme von Rue Traversette ist eine feine Gemüsecreme aus 67 Prozent Artischockenherzen, Olivenöl und Zitronensaft, die Stéphane mit Salz und weißem Sarawak-Pfeffer abschmeckt. Die Artischocke gibt den nussig-herben Ton an, die Zitrone hält alles frisch, und der Pfeffer aus Borneo setzt zum Schluss eine warme, leise Schärfe. Im Original heißt sie Artichaut au poivre blanc. Wenn du Artischocken magst, findest du hier ihr Herz in cremiger Form, mit jener feinen Bitterkeit, wie sie nur die Artischocke kann.
Cremig, zitronig, fein gepfeffert
Auf dem Löffel ist die Artischockencreme hell und cremig, sie duftet nach Artischocke, gutem Olivenöl und einem Spritzer Zitrone. Die Farbe ist ein blasses Grüngelb, die Textur fein, mit ein paar spürbaren Stückchen Herz, die zeigen, dass hier echtes Gemüse im Glas steckt.
Zuerst schmeckst du das nussig-herbe Herz der Artischocke, dann kommt die Zitrone mit ihrer Frische dazu, ehe der weiße Sarawak-Pfeffer eine warme, leise Schärfe darüberlegt. Frisch, würzig, leicht, ohne je schwer zu werden. Das ist weit weg von einem faden Fertigdip aus dem Kühlregal, in dem von echter Artischocke oft wenig übrig bleibt.
Zu Fisch, Spargel und aufs Apéro-Brot
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die Artischockencreme unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und macht auf geröstetem Brot, Crackern und Grissini beim Apéro den Anfang. In Südfrankreich gehört so eine Tartinade selbstverständlich auf den Tisch, sobald jemand den Aperitif ausruft.
Mit ihrer feinen Bitterkeit passt sie zu gebratenem Fisch, zu Meeresfrüchten und zu gegrilltem grünem Spargel, den sie besonders mag. Ein Löffel unter die Pasta gehoben macht aus wenigen Zutaten ein schnelles Abendessen, und ein Klecks in eine Vinaigrette bringt Tiefe ins Spiel. Auf der Apéro-Platte steht sie gern neben der Tomatencreme, hell neben tiefrot.
Wenn du Gäste hast, streich sie dünn auf warmes Baguette, leg einen Streifen Räucherlachs darauf, und du hast in zwei Minuten einen Apéro-Happen, der aussieht wie aus der Bistroküche.
Aus Stéphanes Kesseln im Süden Frankreichs
Gekocht wird die Artischockencreme in der kleinen Conserverie von Rue Traversette in Saint-André-de-Sangonis, wo Stéphane Strobl seit 2005 Gemüse in Gläser bringt.
Der weiße Pfeffer stammt aus Sarawak auf Borneo, milder und aromatischer als schwarzer, und passt zur zarten Herbe der Artischocke wie gemacht. Solche Kniffe sind Stéphanes Handschrift: einer, der einst Korken an die Winzer der Gegend verkaufte und seit gut 20 Jahren Klassiker nimmt, um ihnen einen kleinen, überraschenden Dreh zu geben. Seit dem Umzug in die größere Conserverie 2015 hilft ihm dabei ein zehnköpfiges Team, das noch immer in Kesseln kocht statt am Fließband.
Stéphane und uns verbindet eine lange Geschichte: Seit über 15 Jahren steht seine Feinkost bei uns im Regal, als eine der ersten Adressen, die seine Gläser nach Deutschland holten. Diese Artischockencreme gehört bis heute zu den feinsten Sorten, die er macht. Probier sie, dann verstehst du, warum.
Genusstipp
Zimmerwarm schmeckt die Artischockencreme runder als direkt aus dem Kühlschrank, hol sie also ein paar Minuten vor dem Servieren aus der Kälte. Nach dem Öffnen stellst du das Glas kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf. Ein Löffel rührt sich auch schön unter Frischkäse oder Joghurt, wenn du eine mildere Variante für Rohkost und Gemüsesticks suchst. Wer mag, probiert sich durch die weiteren Gemüsecremes von Rue Traversette, von Aubergine bis schwarze Olive.