Tartine Normandie mit Rotkohl Apfel und Calvados
Die Tartine Normandie von Rue Traversette ist ein vegetarischer Brotaufstrich aus Rotkohl, Lauch und Apfel, abgeschmeckt mit Apfelessig und Calvados. Saftig und knackig zugleich, mit dem herben Apfelbrand als Nachklang. Der nördlichste Aufstrich der Reihe.
Tartine Normandie von Rue Traversette ist ein Aufstrich, der den Norden Frankreichs auf einen Löffel bringt. Rotkohl, Lauch, Zwiebel, Apfel, Karotte und Rübe kommen zusammen, Zitrone und Apfelessig geben Säure, Honig die Rundung. Ein Schuss Calvados macht daraus jene Mischung, die man nach dem ersten Bissen der Normandie zuordnet.
Knackig, säuerlich, mit Apfelbrand
Violett schimmert die Tartine Normandie im Glas mit 110 g, deutlich stückiger als die südlichen Geschwister, und riecht nach eingelegtem Kohl und Apfel.
Der Rotkohl bleibt bissfest, das ist die Überraschung dieses Aufstrichs, denn er wird nicht zu Mus gekocht. Säuerlich, fruchtig, knackig, so trifft die Kohlsäure auf die Apfelsüße, während der Lauch mild dazwischen vermittelt. Zuletzt kommt der Calvados, warm und ein wenig scharf, und legt sich wie ein Schlusspunkt über alles.
Die Rübe bringt Erdigkeit, die Karotte Süße, und der Apfelessig hält die Mischung frisch. Ein Aufstrich, der eher an ein feines Kraut erinnert als an eine Creme.
Auf Burger, Steak und Bratkartoffeln
Unter unseren Gemüseaufstrichen und Cremes ist die Tartine Normandie die deftigste, und die einzige, die man sich ohne Weiteres neben ein Stück Fleisch denken kann.
Auf einem Burger ersetzt sie Krautsalat und Sauce in einem Aufwasch, zu gegrilltem Steak ist sie die frische Antwort auf das Fett, und auf einem Hotdog wird sie zur besseren Version dessen, was sonst aus der Tube kommt. Zu Bratkartoffeln und zu eingelegtem Gemüse passt sie ebenso.
Besonders schmeckt sie zu einer kräftigen Scheibe Landbrot mit gesalzener Butter, mehr braucht es an einem kalten Abend nicht. Honig ist enthalten, sie ist also vegetarisch.
Unser Tipp: einen Löffel unter einen lauwarmen Linsensalat rühren, dann bekommt er Säure und Farbe zugleich. Und wer Käse mag, legt sie neben einen reifen Camembert, denn der Apfel im Glas und die Rinde im Teller kommen ohnehin aus derselben Ecke Frankreichs.
Der Norden aus südlicher Küche
Die Normandie liegt im Nordwesten Frankreichs, mit den Kreidefelsen von Étretat, der Promenade von Deauville und den Miesmuscheln im Hafen von Honfleur. Der Calvados, jener Apfelbrand aus der Region, ist ihr flüssiges Wahrzeichen und hier die entscheidende Zutat.
Gekocht wird die Tartine trotzdem tief im Süden, in Saint-André-de-Sangonis im Hérault. Dort steht seit 2015 die Conserverie von Stéphane Strobl, in der rund zehn Leute von Hand schneiden, in Kesseln kochen und sanft pasteurisieren.
Konservierungsstoffe, Farbstoffe und künstliche Aromen kommen nicht hinein. Begonnen hat Stéphane 2005 in der Rue de la Traversette in Saint-Pons-de-Mauchiens, die der Marke bis heute den Namen gibt. Im Juni 2026 zeichnete ihn die Handwerkskammer Hérault als Entrepreneur responsable aus.
Genusstipp
Zimmerwarm tritt der Calvados hervor, kalt bleibt der Aufstrich frischer und säurebetonter, beides hat seinen Reiz. Nach dem Öffnen kühl lagern und in wenigen Tagen aufbrauchen. Ein Glas Cidre daneben ist die naheliegende Wahl. Die weiteren Regionen findest du in der Reihe von Rue Traversette.