Moutarde Piment d'Espelette französischer Senf mit baskischem Chili
Der Moutarde Piment d'Espelette von Rue Traversette ist ein französischer Senf mit dem geschützten Chili aus dem Baskenland. Klassisch aus Senfkörnern und Essig gemacht, mit Honig abgerundet, rostrot gefärbt und fruchtig-rauchig statt brennend scharf.
Moutarde Piment d'Espelette von Rue Traversette ist ein französischer Senf aus dem Languedoc, nicht aus Dijon. Senfkörner und Essig bilden die klassische Basis, Honig und Salz schmecken ab. Die baskische Zutat gibt ihm beides, die warme rostrote Farbe und jenen fruchtig-rauchigen Ton, für den das Piment d'Espelette berühmt ist.
Mild rauchig statt brennend scharf
Rostrot und samtig liegt der Moutarde Piment d'Espelette im Glas mit 110 g, deutlich dunkler als jeder gewöhnliche Senf, und riecht nach getrocknetem Paprika.
Der erste Eindruck ist überraschend mild. Das Piment d'Espelette ist ein Chili mit wenig Feuer und viel Aroma, es schmeckt fruchtig, leicht rauchig, fast nach Sonne. Erst danach kommt die Senfschärfe dazu, jene kurze Spitze, die in die Nase steigt und schnell wieder geht.
Würzig, rauchig, fruchtig, so bleibt er am Gaumen, und der Honig sorgt dafür, dass er nie hart wird. Ein Senf mit Charakter, den du auch löffelweise verträgst.
Die Schärfe des Piment d'Espelette liegt etwa auf dem Niveau von Paprikapulver, deutlich unter dem einer Peperoni. Was es stattdessen mitbringt, ist Aroma, und genau deshalb wird es in der baskischen Küche eher wie ein Gewürz als wie ein Chili verwendet. In diesem Senf übernimmt es beide Rollen.
Zu Bratwurst, Merguez und Burger
In unserer Auswahl an Senf ist der Moutarde Piment d'Espelette der wärmste, und der, der am besten zu allem passt, was vom Rost kommt.
Zur Bratwurst und zur Merguez ist er die naheliegende Wahl, zu gegrilltem Fleisch und Fisch ebenso. In Hackbraten, Frikadellen oder Burgerpatties gerührt würzt er von innen, und zu Kartoffeln in jeder Form macht er sich gut. Besonders schmeckt er an einer kräftigen Vinaigrette für Bohnensalat.
Unser Tipp: ein Löffel in eine Käsesauce, das gibt ihr Farbe und Tiefe. Honig ist enthalten, der Senf ist also vegetarisch.
Ein Chili mit eigenem Namen
Das Piment d'Espelette stammt aus dem Dorf Espelette im französischen Baskenland, wo die roten Schoten im Spätsommer an den Hausfassaden zum Trocknen hängen. Seit 2000 ist es als AOP geschützt, nur zehn Gemeinden dürfen es anbauen.
Verarbeitet wird es hier weit weg davon, nämlich in Saint-André-de-Sangonis im Hérault. Dort betreibt Stéphane Strobl seit 2015 seine Conserverie, in der rund zehn Leute von Hand schneiden, in Kesseln kochen und sanft pasteurisieren, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, ohne künstliche Aromen.
Begonnen hat er 2005 in der Rue de la Traversette im Nachbardorf Saint-Pons-de-Mauchiens, die seiner Marke den Namen gab. Davor verkaufte er Korken an die Winzer der Gegend. Im Juni 2026 zeichnete ihn die Handwerkskammer Hérault als Entrepreneur responsable aus.
Genusstipp
Nach dem Anbruch gehört das Glas gekühlt, dann bleibt die Farbe kräftig und das Aroma frisch. Wer es heller und säurebetonter mag, findet im Moutarde 3 agrumes das Gegenstück mit Zitrusfrüchten. Und wer den baskischen Ton weiterverfolgen will, wird bei der Tartine au Pays Basque fündig.