Knoblauchcreme mit schwarzem Pfeffer aus dem Languedoc
Die Knoblauchcreme von Rue Traversette ist ein vegetarischer Aufstrich aus 82 Prozent Knoblauch, Olivenöl und schwarzem Pfeffer. Cremig und wohlduftend, mild statt beißend, weil Stéphane den Knoblauch behutsam einkocht, bis nur noch das runde, warme Aroma bleibt.
Knoblauchcreme von Rue Traversette ist eine Würzpaste aus 82 Prozent Knoblauch, Olivenöl, Salz und schwarzem Pfeffer, abgerundet mit einem Spritzer Essig. Durch das schonende Einkochen verliert der Knoblauch seine rohe Schärfe und wird cremig, süßlich und wohlduftend. In Frankreich heißt sie Ail au poivre. Für alle, die Knoblauch lieben, ersetzt ein Löffel eine ganze Zehe, ganz ohne Schälen, Hacken oder Pressen.
Milder Knoblauch, cremig eingekocht
Auf dem Löffel ist die Knoblauchcreme hell und cremig, sie duftet intensiv nach Knoblauch, aber warm und rund, nicht stechend. Die Farbe ist elfenbein, die Textur streichzart mit ein wenig Struktur. Kein Vergleich zu einer rohen Zehe, die im Mund sticht, hier ist alles weich, warm und rund.
Das schonende Einkochen nimmt dem Knoblauch die rohe Schärfe, zurück bleibt eine milde Süße, die der schwarze Pfeffer fein untermalt. Cremig, würzig, aromatisch, mit einem Spritzer Essig, der alles frisch hält. So bleibt vom Knoblauch das schöne Aroma, ohne dass er den ganzen Tag nachhallt, und wo roher Knoblauch schnell dominiert, hält diese Creme sich angenehm im Hintergrund.
Ins Knoblauchbrot, zu Fleisch und in die Sauce
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die Knoblauchcreme unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und macht aus einer Scheibe Baguette in Sekunden ein Knoblauchbrot. Etwas Butter dazu, kurz in den Ofen, und die Küche riecht wie in einer Trattoria.
Ein Löffel ersetzt eine ganze Zehe: unter Pasta gerührt, in ein Salatdressing, in Hummus oder eine Aioli, in eine Marinade für Grillfleisch. Zu Lamm, Rind und Geflügel passt sie ebenso wie zu mediterranem Ofengemüse. Auch in Kartoffelpüree oder auf Bruschetta bringt sie im Handumdrehen Tiefe, und auf getoastetem Brot mit einer marinierten Sardelle ist sie ein kleiner Klassiker.
Wenn du Gäste hast, verrühr sie mit etwas Olivenöl und Zitrone zu einem schnellen Dip, oder streich sie neben die Auberginencreme aufs Mezze-Brett. Sie mag kräftige Nachbarn.
Eingekocht bei Rue Traversette im Languedoc
Gekocht wird die Knoblauchcreme bei Rue Traversette in Saint-André-de-Sangonis, wo Stéphane Strobl seit 2005 aus wenigen Zutaten viel macht. Beim Knoblauch ist er wählerisch, denn er soll hier die Hauptrolle spielen, nicht nur würzen.
Die Zutatenliste ist kurz: Knoblauch, Olivenöl, Salz, schwarzer Pfeffer, ein Spritzer Essig, mehr braucht es nicht. Langsames Einkochen macht die Paste cremig, ganz ohne Tricks, denn guter Knoblauch verzeiht keine Abkürzung. Solche Ehrlichkeit ist Stéphanes Handschrift, seit gut 20 Jahren, angefangen in einer winzigen Garage im Hérault, nachdem er zuvor Korken an die Winzer der Gegend verkauft hatte.
Wir führen seine Aufstriche seit über 15 Jahren, seit den Anfängen in ebendieser Garage. Heute steht eine 2015 gebaute Conserverie da, in der ein kleines Team weiter in Kesseln kocht, mit demselben Blick fürs Detail wie am ersten Tag.
Genusstipp
Zimmerwarm lässt sich die Knoblauchcreme leichter verstreichen, hol das Glas also kurz vorher aus der Kälte. Nach dem Öffnen stellst du es kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf. Für ein schnelles Knoblauchöl rührst du einen Löffel in warmes Olivenöl, fein zu Pasta oder Focaccia.
Zu gegrilltem Steak oder in eine Kräuterbutter gerührt macht sie sich ebenso gut. Neben Fleisch vom Grill und frischem Brot steht sie gern bei den anderen Aufstrichen von Rue Traversette, von Aubergine bis Paprika.