Rote Paprikacreme mit Estragon aus dem Languedoc
Die rote Paprikacreme von Rue Traversette ist ein vegetarischer Aufstrich aus gerösteter Paprika, verfeinert mit Estragon, Apfel und einem Schuss Aceto Balsamico di Modena. Süß, würzig, mit einer Kräuternote, die man in einer Paprikacreme selten trifft, aus der kleinen Conserverie von Stéphane Strobl.
Rote Paprikacreme von Rue Traversette ist eine Gemüsecreme aus 51 Prozent gerösteter roter Paprika, dazu Zwiebel, Knoblauch und Apfel, die Stéphane mit Estragon, Honig und einem guten Aceto Balsamico di Modena IGP abschmeckt. Die Röstung bringt die Süße der Paprika hervor, der Estragon setzt eine feine Anisnote dagegen, und der Balsamico gibt Tiefe. Ein Paprikaaufstrich mit süß-würziger Balance, wie ihn die Supermarktregale selten führen. Im Original steht Poivron à l'estragon auf dem Glas.
Geröstete Süße trifft Estragon
In der roten Paprikacreme duftet geröstete Paprika süß und warm, darunter liegen die feine Anisnote von Estragon und die dunkle Süße des Balsamico. Die Farbe ist ein sattes Ziegelrot, die Textur cremig mit feinen Paprikastückchen.
Zuerst kommt die Süße der gerösteten Paprika, dann die Kräuterwürze von Estragon, und der Aceto Balsamico legt eine sanfte Säure darunter. Fruchtig, würzig, harmonisch, mit Apfel und Honig als leisem süßem Grundton. Die Süße bleibt fruchtig, nie klebrig, und von der oft flachen Paprikapaste aus dem Glas ist das weit entfernt, hier schmeckst du jede Zutat noch heraus.
Zum Grillen, zu Käse und aufs Brot
Als vegetarischer Brotaufstrich reiht sich die rote Paprikacreme unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und macht auf Toast, Cracker und Baguette beim Apéro den Anfang.
Die Paprikacreme mag den Grill: zu gegrilltem Fleisch, Hähnchen und Fisch ist sie ein kleiner Farb- und Geschmackstupfer, und zu Ziegenkäse zeigt die süße Paprika, was in ihr steckt. Ein Löffel in eine Pasta oder in eine Sauce gerührt bringt Süße und Tiefe, und zu Taco-Chips wird sie zum schnellen Dip. Zu einem Burger oder in ein Sandwich mit Halloumi passt sie ebenso.
Auf einem Brett neben der dunklen schwarzen Olivencreme leuchtet sie rot, und schon hast du zwei Farben und zwei Welten fürs Apéro. Streich sie dünn aufs Brot, leg gegrillte Zucchini darauf, fertig ist ein kleiner Vorspeisenteller.
Geröstet und eingekocht bei Rue Traversette
Gekocht wird die rote Paprikacreme in der Conserverie von Rue Traversette in Saint-André-de-Sangonis im Languedoc, wo Stéphane Strobl seit 2005 Gemüse verarbeitet, das zu einem großen Teil von Erzeugern aus der Region kommt.
Die Paprika wird geröstet, ehe sie in den Kessel kommt, das gibt ihr die typische Süße. Dass dann Estragon statt der üblichen Kräuter und ein guter Aceto Balsamico dazukommen, ist typisch Stéphane: seit gut 20 Jahren nimmt der frühere Korkhändler vertraute Rezepte und verschiebt sie um eine Nuance. Estragon zu Paprika klingt ungewöhnlich, funktioniert aber, weil die Anisnote die Süße bricht.
Seit über 15 Jahren stehen seine Gläser bei uns im Regal, und aus der winzigen Garage der Anfangstage ist längst eine 2015 gebaute Conserverie mit einem kleinen Team geworden. Was gleich blieb, ist die Handarbeit im Kessel und die Lust, einen Klassiker anders zu denken.
Genusstipp
Zimmerwarm schmeckt die Creme runder als direkt aus der Kälte, nimm sie also rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Nach dem Öffnen stellst du das Glas kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf, ein Rest lässt sich gut in eine warme Sauce oder unter Ofengemüse rühren. Neben Fleisch und Fisch vom Grill zeigt sie ihre Vielseitigkeit, gleich neben den anderen Aufstrichen von Rue Traversette wie Aubergine und Knoblauch.