Tartine en Languedoc mit roter Zwiebel und Rotwein
Die Tartine en Languedoc von Rue Traversette ist ein veganer Brotaufstrich aus 51 Prozent roten Zwiebeln, dazu Rotwein, geröstete Mandeln und Rosinen. Süß-würzig wie ein Zwiebelconfit, und benannt nach der Region, in der Stéphane seine Conserverie hat.
Tartine en Languedoc von Rue Traversette ist ein veganer Brotaufstrich aus süßen roten Zwiebeln, Tomate und Rübe, verfeinert mit 10 Prozent Rotwein, gerösteten Mandeln, Rosinen und Kräutern. En Languedoc heißt im Languedoc, jener Region zwischen Meer und Bergen, in der Rue Traversette selbst zu Hause ist. Ein süß-würziges Confit, das an Zwiebelmarmelade erinnert, nur herzhafter, mit dem Rotwein als dunklem Grundton.
Süße Zwiebel, Rotwein und geröstete Mandel
Die Tartine en Languedoc duftet nach geschmorter Zwiebel und Rotwein, dazu die warme Note gerösteter Mandeln und die Süße von Rosinen. Die Farbe ist ein dunkles Weinrot, die Textur weich mit ein paar Mandelstücken, die für Biss sorgen.
Auf dem Brot schmeckst du zuerst die weiche Süße der roten Zwiebel, dann kommt der Rotwein mit seiner Tiefe, ehe Estragon, Thymian und Lorbeer würzig gegenhalten. Süßlich, würzig, samtig, mit dem Knack gerösteter Mandeln als Kontrast. Die Rosinen legen eine leise Fruchtsüße darunter, und das Ganze bleibt herzhaft, nie klebrig. Ein Confit, das nach mehr verlangt.
Zu Käse, zu Fleisch und aufs Brot
Als veganer Brotaufstrich reiht sich die Tartine en Languedoc unter unsere Gemüseaufstriche und Cremes und ist der klassische Begleiter zu Käse, ob auf dem Brett, im Sandwich oder auf dem Raclette-Teller.
Zu einem kräftigen Bergkäse oder gereiftem Ziegenkäse spielt das Confit seine Süße aus, auf einem Burger ersetzt es Ketchup und Röstzwiebeln in einem. Ein Löffel zu gebratenem Fleisch, zu Pasta oder in eine Sauce bringt Tiefe. Neben der Auberginencreme ist es der süße Gegenpol auf dem Brett.
Wenn du Gäste hast, gib einen Löffel auf einen Käseteller oder zu einer Terrine, und aus einer Kleinigkeit wird ein kleines Fest. Zu Ofenkürbis oder gebratenen Pilzen passt es ebenso, und auf einem Flammkuchen mit Ziegenkäse macht es sich prächtig, würzig, fruchtig und herzhaft zugleich.
Ein Aufstrich aus der eigenen Region
Anders als ihre Schwestern bleibt die Tartine en Languedoc daheim: Rue Traversette sitzt in Saint-André-de-Sangonis mitten im Languedoc, wo Stéphane Strobl seit 2005 einkocht, nur ein paar Kilometer von den Weinbergen entfernt, deren Trauben im Aufstrich stecken.
Zwischen dem Meer bei Marseillan und der Burgstadt Carcassonne wächst hier alles, was den Aufstrich ausmacht, Zwiebeln, Trauben für den Wein und Kräuter der Garrigue. En Languedoc ist Stéphanes kleine Liebeserklärung an die eigene Heimat, eine von mehreren Tartines, die als kleine Reisen durch Frankreich gedacht sind. Seit gut 20 Jahren übersetzt der frühere Korkhändler Regionen und Klassiker in Gläser.
Getroffen haben wir Stéphane vor über 15 Jahren, damals in einer winzigen Garage. Heute steht eine 2015 gebaute Conserverie da, in der ein kleines Team weiter in Kesseln kocht, mit demselben Blick fürs Detail wie am ersten Tag.
Genusstipp
Zimmerwarm schmeckt die Tartine en Languedoc runder als direkt aus der Kälte, hol das Glas also rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Nach dem Öffnen stellst du es kühl und brauchst es in ein paar Tagen auf. Zu einem Glas Rotwein aus dem Languedoc schließt sich der Kreis, und mit gutem Käse und frischem Baguette wird ein kleines Süd-Frühstück daraus. Wer weiterreisen mag, findet die anderen Tartines von Rue Traversette, von en Provence bis au Pays Basque.