Linsensalat im Glas mit Karotte Senf und Mohn
Der Linsensalat von Rue Traversette ist ein fertiger Salat im Glas aus Linsen, Karotten und Zwiebeln, angemacht mit Essig, Senf und einem Hauch Mohn. Herzhaft und französisch schlicht, entstanden mit Pierre Augé, dem Sieger von Top Chef 2014.
Linsensalat im Glas von Rue Traversette ist ein fertig angemachter Salat nach französischer Art. Linsen bilden die Grundlage, Karotte gibt Süße, Zwiebel die pikante Kante. Essig und Senf machen das Dressing, Salz und Pfeffer schmecken ab, und ein Hauch Mohn setzt den Schlusspunkt, den man erst beim zweiten Löffel bemerkt.
Erdig, süßlich, mit pikanter Kante
Dunkelbraun und deutlich strukturiert kommt der Linsensalat aus dem Glas, mit den orangen Karottenwürfeln als Farbtupfern und den schwarzen Mohnpunkten darin.
Die Linse schmeckt erdig und rund, sie ist weich gekocht und behält doch ihre Form. Die Karotte bringt Süße dagegen, die Zwiebel eine feine Schärfe. Erdig, süßlich, würzig, so trägt der Salat, und der Senf im Dressing hebt ihn genau so weit an, dass er nicht schwer wird.
Der Essig ist gut dosiert, kräftig genug für die Linse und mild genug, dass die Karotte durchkommt. Ein Salat ohne Effekte, der schlicht das tut, was ein französischer Linsensalat tun soll.
Den Mohn wirst du beim ersten Löffel übersehen, beim zweiten fällt dir auf, dass da etwas leise knirscht und nussig nachklingt. Genau solche kleinen Verschiebungen sind die Handschrift dieses Hauses, und du merkst sie erst, wenn du den Salat mit einem gewöhnlichen vergleichst.
Als Beilage und aufs Butterbrot
Unter unseren Antipasti und eingelegten Spezialitäten ist der Linsensalat der bodenständigste, und der, der am ehesten satt macht.
Zu gebratenem Fisch, besonders zu Lachs, ist der Linsensalat im Glas der Klassiker, ebenso zu Geflügel und zu Wurst. Als Beilage neben Kartoffeln funktioniert er, und wer ihn allein isst, legt am besten ein weiches Ei darauf.
Besonders schmeckt er auf einer dicken Scheibe Brot mit gesalzener Butter, ein französisches Vesper in zwei Handgriffen. Unser Tipp: ein paar Tropfen Olivenöl und etwas frische Petersilie darüber, und aus dem Glas wird ein Teller.
Ein Rezept mit Pierre Augé
Entstanden ist dieser Salat gemeinsam mit dem südfranzösischen Koch Pierre Augé, der aus Béziers stammt und dort das Familienrestaurant La Maison de Petit Pierre führt.
2010 stand er im Finale der ersten Staffel von Top Chef, 2014 kehrte er zurück und gewann den Wettbewerb. Anschließend setzte er sich im Choc des champions dreimal in Folge durch. Seine Küche ist mediterran geprägt und selten ganz ernst gemeint, und diese Haltung passt gut zu Rue Traversette.
Gekocht und eingeglast wird in Saint-André-de-Sangonis im Hérault, wo Stéphane Strobl seit 2015 seine Conserverie betreibt. Rund zehn Leute arbeiten dort, schneiden von Hand und pasteurisieren sanft, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, ohne künstliche Aromen. Angefangen hat alles 2005 in der Rue de la Traversette im Nachbardorf, die der Marke den Namen gab.
Genusstipp
Zimmerwarm schmeckt der Linsensalat deutlich runder als direkt aus der Kälte, nimm ihn also rechtzeitig heraus. Angebrochen gehört das Glas gekühlt und sollte in wenigen Tagen leer sein. Wer es fruchtiger mag, greift zum Kichererbsensalat im Glas mit Paprika und Himbeeressig.