Adventskalender von Sawade mit vierundzwanzig Pralinen aus Berlin
Adventskalender von Sawade ist ein Pralinenkalender aus Berlin, hinter dessen vierundzwanzig Türchen jeden Morgen ein anderes Stück Confiserie liegt. Die Prägung auf Vorder- und Rückseite macht ihn zugleich mit den Fingern lesbar, und Alkohol kommt in diese Fassung keiner.
Adventskalender ist der Pralinenkalender von Sawade in Berlin-Reinickendorf, dessen Fächer je ein von Hand gefertigtes Stück verbergen. Auf der Vorderseite steht ein grüner Tannenbaum mit goldenem Stern vor fast schwarzem Grund, davor haben sich Sänger, Musikanten und eine flötende Katze versammelt.
Die Zahlen liegen im Bild verstreut
Die Türchenzahlen verteilen sich über Zweige, Kugeln, Päckchen und Mäntel, statt in Reihen zu stehen. Die 13 hängt oben zwischen den Ästen, die 24 unten im gestreiften Rock der Frau, die gerade eine Glaskugel in den Baum hängt.
Wer seine Zahl sucht, muss deshalb erst hinsehen, und das dauert länger als ein Griff in die Reihe. Genau dieses Suchen macht aus dem Kalender ein kleines Ritual, bei dem morgens auch die Erwachsenen im Haus gern mitspielen.
Hinter der Perforation liegt jedes Stück einzeln in seinem Fach. Beim Aufklappen kommt der Duft nach Kakao und gerösteter Nuss heraus, noch bevor die Finger die Praline gefasst haben.
Von leichtem Nougat bis zu dichtem Marzipan
Die Auslese von Sawade folgt einer Dramaturgie, in der leichte Nougatstücke mit dichtem Marzipan wechseln und kein Morgen dem vorigen gleicht. Königin Luise Konfekt liegt zweimal darin, einmal unter Zartbitter und einmal unter weißer Schokolade, und diese Praline ist die Signatur des Hauses.
Dazu kommen Edelmarzipan und Marzipan-Krokant, Florenzer Rose und Pistazien-Nougat, dann Butter-Trüffel und Bourbon-Vanille-Trüffel für die weiche Seite. Winterlich wird es bei den Trüffelsternen mit Zimt, beim Karamell-Nougat-Stern und bei den gefüllten Kugeln mit Blätterkrokant.
Butter, Sahne, Nüsse und Marzipan werden dafür täglich frisch verarbeitet, weshalb hinter jedem Türchen ein Arbeitsschritt steckt, den keine Maschine übernimmt. Alkohol bleibt in dieser Fassung außen vor, sodass auch die Kinder mitzählen dürfen und morgens niemand die Türchen vorsortieren muss.
Ein Kalender, der sich ertasten lässt
Die Zahlen auf der Vorderseite und das Sortenverzeichnis auf der Rückseite tragen zusätzlich Blindenschrift. Wer wissen will, was hinter der Sieben liegt, liest es mit den Fingern nach.
Bei einem Adventskalender ist das alles andere als selbstverständlich, denn in der Kartonage kostet es einen zusätzlichen Arbeitsgang, den man dem fertigen Bild später nicht ansieht. Für blinde und sehbehinderte Menschen macht es den Unterschied zwischen Mitmachen und Danebenstehen, und zwar vierundzwanzig Tage hintereinander.
Gezeichnet hat den Tannenbaum die Illustratorin Clare Owen, die ihn gleich mit einem ganzen Chor umstellt hat. Ein Musiker in roter Uniform bläst die Tuba, zwei Sänger halten ihre Liederhefte in bunten Handschuhen, und wer täglich davorsteht, entdeckt noch in der dritten Woche eine Figur, die ihm bisher entgangen war.
Auf künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe sowie auf Palmöl verzichtet Sawade bewusst. Häng den Kalender neben den Lichtschalter, damit ihn abends jeder gleich findet, und lagere ihn bis dahin kühl und trocken, weil Heizungsluft die Kuvertüre matt anlaufen lässt.
Dieselbe Handschrift tragen die Bonbonniere Adventskranz und die Geschenkdose Parade aus derselben Edition. Das ganze Berliner Sortiment liegt bei Sawade Berlin, alles Festliche in unserer Weihnachtsauswahl. Am Weihnachtsmorgen sucht die Hand trotzdem noch einmal nach einem Türchen.