Gelber Muskateller aus dem Wonnegau, trocken und duftig
Der Gelbe Muskateller 2025 vom Weingut Karl May ist ein trockener Bio-Weißwein aus Osthofen in Rheinhessen. Er duftet nach Muskat, weißer Blüte und Weinbergpfirsich und bleibt am Gaumen schlank. Kein süßer Aromawein, sondern ein trockener mit Duft.
Gelber Muskateller 2025 ist ein trockener Bio-Weißwein vom Weingut Karl May in Osthofen, gekeltert aus einer Rebsorte, welche ihren Duft nicht verstecken kann. 6,9 Gramm Säure geben ihm in diesem Jahrgang spürbar Zug, 5,2 Gramm Restzucker halten ihn rund. Ein Wein für den frühen Abend, wenn es noch hell ist und niemand etwas Schweres im Glas möchte.
Muskat, weiße Blüte, Weinbergpfirsich
Der Gelbe Muskateller duftet, noch bevor das Glas am Mund ist, nach Muskatnuss, Holunderblüte und dem hellen Fleisch eines Weinbergpfirsichs.
Am Gaumen wird aus dem üppigen Duft dann etwas Schlankes. Die 6,9 Gramm Säure ziehen den Wein lang und gerade, Zitronenzeste und grüne Mandel stehen daneben, der Muskat bleibt als würziger Nachhall. Mit 12,5 Prozent Alkohol trägt er leicht. Die Rebsorte gehört zu den wenigen, welche tatsächlich nach Traube schmecken, und dieser Jahrgang zeigt sie von der herben Seite.
Duftig, würzig, zitrusfrisch – so steht der 2025er im Glas. Dass er trocken heißen darf, verdankt er der Säure, welche mit 6,9 Gramm deutlich über dem Restzucker liegt und ihn rechnerisch wie sensorisch auf die trockene Seite stellt.
Was der Muskateller auf dem Tisch mag
Der Gelbe Muskateller mag alles, was hell und knackig ist, also Blattsalate mit Kräutern, Ziegenfrischkäse, gedämpften Fisch, junges Gemüse aus dem Ofen.
Weil er trocken ausgebaut ist, kommt er auch dort zurecht, wo süßlich duftende Weine scheitern – bei Zitrone, bei Essig im Salat, bei asiatischer Schärfe. Der Duft hält gegen Ingwer und Koriander, die Säure putzt hinterher. Gekühlt auf acht bis zehn Grad bleibt er klar, zu kalt verschließt er sich.
Zu einer Schale Oliven auf dem Balkon braucht er ohnehin kein Menü drumherum. Der Muskateller ist der Wein, welchen du aufmachst, wenn Gäste unangekündigt vor der Tür stehen und es schnell gehen soll.
Neben ihm steht der Weißburgunder aus demselben Jahrgang, wenn das Essen ruhiger ausfällt und der Wein nicht die erste Stimme übernehmen soll. Weitere deutsche Weißweine findest du in unserer Auswahl.
Kalk unter den Reben im Wonnegau
Seit 1815 ist der Liebenauer Hof in Familienhand, heute in siebter Generation. Die 35 Hektar in Osthofen bewirtschaften Peter und Fritz May seit 2007 nach ökologischen Richtlinien.
„Durch die ökologische Bewirtschaftung der Weinberge werden unsere Weine besser", so Peter und Fritz über ihre Arbeit. Der Hof liegt im Wonnegau, dem südlichen Zipfel Rheinhessens, wo Tonmergel mit Kalkstein durchsetzt ist. Der Mergel hält das Wasser, der Kalk hält die Säure, und beim Muskateller ist das der Grund, warum der Duft nicht ins Parfümierte kippt, sondern eine Kante behält.
Herbizide und synthetische Mittel sind hier seit bald zwanzig Jahren tabu. Im Keller bleibt der Muskateller im Edelstahl, kühl vergoren und ohne Holz, damit der Duft nicht zugedeckt wird. Was die Familie sonst noch keltert, steht im Sortiment vom Weingut Karl May. Ein Wein, welcher nach Traube duftet und trotzdem trocken bleibt – das muss eine Rebsorte erst einmal hinbekommen.
Gelber Muskateller – ein Wein und seine Werte
- Herkunft Wein aus Deutschland
- Anbaugebiet Rheinhessen
- Weingut Karl May - Peter und Fritz
- Jahrgang 2025
- Rebsorte Gelber Muskateller
- Deutscher Qualitätswein
- Schraubverschluss
- 12,5 % vol. Alkohol
- 6,9 g/l Säure
- 5,2 g/l Restzucker
Bio Kontrollstelle DE-ÖKO-039 – Deutsche Landwirtschaft