Marzipanbrot 250 g von Sawade mit dünnem Schokoladenrand
Marzipanbrot 250 g von Sawade ist der große Laib aus Edelmarzipan unter einem dünnen Rand Edelbitterschokolade. In dieser Ausgabe steht die Mandel noch weiter vorn als im kleinen Format, weshalb er mandeliger schmeckt und den Kakao eher als Grundton führt.
Marzipanbrot 250 g ist der große Berliner Marzipanlaib von Sawade aus Reinickendorf, in Goldfolie gewickelt und rundum mit dunkler Kuvertüre überzogen. Er wiegt doppelt so viel wie das kleine Format und wird in Scheiben geschnitten, sodass am Weihnachtsteller eine ganze Runde davon abbekommt.
Hier hat die Mandel das letzte Wort
Beim Aufdrehen der Folie steigt Mandelduft auf, und er hält sich, solange er offen auf dem Brett liegt. Aufgeschnitten liegt eine hellbeige, dichte Masse vor dir, die feucht bleibt und nicht an der Klinge hängt.
Ein glattes, angewärmtes Messer geht sauber durch den dunklen Rand, statt ihn wegbrechen zu lassen. Was nach dem Schlucken bleibt, ist nussig und leicht ölig, während die Süße längst abgeklungen ist und von der Scheibe nur der Duft nachhängt.
Die Mandel übernimmt hier von der ersten Scheibe an das Kommando, und der Kakao gibt bloß den dunklen Grundton dazu, herb und trocken, ohne sich vorzudrängen. Wem der kleine Laib zu sehr nach Kuvertüre schmeckt, findet in dieser Größe die andere Gewichtung.
An den Kanten sieht man die Hand
Jeden Laib formen die Konfektmacher bei Sawade von Hand, statt ihn in eine Form zu pressen, und an den leicht unregelmäßigen Kanten ist das später noch zu erkennen.
Danach zieht er durch dunkle Kuvertüre, und beim großen Format bleibt davon weniger hängen als beim kleinen. Genau das schiebt die Mandel nach vorn, während der Kakao einen Schritt zurücktritt, denn der Rand verteilt sich auf mehr Masse.
In der Rohmasse steht die Mandel noch vor dem Zucker, und geholt wird sie aus dem Mittelmeerraum, weil die Sorten von dort dem Marzipan ihren bitteren Unterton mitgeben. Auf künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe sowie auf Palmöl verzichtet das Haus bewusst, und bei sieben Zutaten ließe sich das ohnehin kaum verbergen.
Ein Laib, der sich teilen lässt
Auf dem Weihnachtsteller neben Lebkuchen und Spekulatius hält der große Laib die Mitte, weil er sich in Scheiben zerlegen lässt und nicht in einem einzigen Griff verschwindet. Ein trockener Sherry nimmt ihm dabei ein wenig von der Süße.
Schneide ihn erst kurz vor dem Servieren an, damit die Schnittflächen nicht austrocknen, und lege die angebrochene Folie danach wieder locker um den Rest. Kühl und trocken gelagert bleibt die Masse wochenlang geschmeidig, im Kühlschrank dagegen zieht sie sich zusammen und wird spröde.
Dass ein Konfekt Brot heißt, kommt von seiner Form und nicht von seinem Teig, denn gebacken wird hier nichts. Der Name hält sich in Berlin seit Generationen und beschreibt genau das, was auf dem Brett liegt: einen Riegel zum Aufschneiden statt eine Tafel zum Brechen.
Brauchst du es kleiner, steht das Marzipanbrot in 125 g daneben, und mit Orange wird derselbe Laib zitrischer. Was Sawade sonst noch formt, zeigt Sawade Berlin, und dunkle Tafeln stehen bereit in unserer Schokolade.