Orange Fruchtaufstrich von Alpe Pragas, saftig und fein herb
Orange Fruchtaufstrich von Alpe Pragas ist ein Südtiroler Aufstrich aus sizilianischen Orangen, in den auch die Schale mit eingekocht wird. Von ihr kommt die feine Bitterkeit, die einen Orangenaufstrich am Morgen von jedem anderen abhebt.
Orange Fruchtaufstrich ist der Orangenaufstrich von Alpe Pragas aus dem Pragser Tal in Südtirol, auf dem Glas Arancia Sinesis. Mit 75 Prozent Frucht bestimmt die Orange den Ton, und neben dem Fruchtfleisch steht ihre Schale als eigene Zutat auf dem Etikett.
Sonnengelb, saftig, mit feiner Bitterkeit
Beim Öffnen kommt der helle, kühle Duft frisch aufgeschnittener Orangen aus dem Glas.
Auf dem Brot schmeckt die Arancia zuerst saftig und süß, dann meldet sich die Bitterkeit der Schale und hält die Süße in Schach. Feine Streifen liegen sichtbar im Aufstrich und geben jedem Löffel etwas zu kauen. Zusammen ergibt das den Ton, den ein englisches Frühstück seit jeher sucht, und das ohne den Zuckerberg, der dort oft dazugehört.
Die Schale ist die zweite Zutat
Bei den Beeren steht nach der Frucht der Zucker, bei der Orange steht dort die geschnittene Haut.
Sie wird gewaschen, in schmale Streifen geteilt und mitgekocht, bis sie weich ist und ihr Öl abgegeben hat. Genau dort sitzt fast der ganze Duft der Frucht, während das Fruchtfleisch vor allem Saft und Säure beisteuert. Alpe Pragas hält die Streifen bewusst grob, damit man sie im Glas noch erkennt und beim Essen bemerkt.
Bitterstoffe gelten in der Küche als Gewürz, nicht als Fehler, und in einer Orangenmarmelade sind sie der eigentliche Grund, warum das Frühstück davon wach wird. Ein Aufstrich ohne diesen Zug wäre nur süß und rund, und nach dem zweiten Bissen wäre nichts mehr zu entdecken.
Warum nur Zitrusfrucht Marmelade heißt
Der Name Marmelade gehört in Europa den Zitrusfrüchten allein.
Was aus Erdbeeren oder Kirschen eingekocht wird, heißt im Handel Konfitüre, auch wenn im Alltag jeder Marmelade dazu sagt. Bei der Orange stimmt das Wort also, und trotzdem steht Fruchtaufstrich auf dem Glas, weil die Frucht hier den Zucker deutlich überwiegt. Der Begriff Aufstrich ist mithin die genauere und nicht die schwächere Angabe.
Navel und Tarocco aus Sizilien
Die Orangen für dieses Glas kommen aus Sizilien, eingekocht werden sie in den Dolomiten.
Die Navel steuert Saft und Süße bei, die Tarocco eine beerige Tiefe und die dunklere Farbe, denn sie ist eine Halbblutorange, deren Fruchtfleisch sich am Ätna rot einfärbt. Geerntet wird im Winter, wenn die kalten Nächte den Süden gerade so weit abkühlen, dass die Frucht Farbe ansetzt.
Dieser Weg von der Insel in die Berge folgt einer alten Arbeitsteilung. Südtirol liefert keine Zitrusfrüchte, wohl aber die Manufaktur, die aus reifer Ware in kleinen Ansätzen Aufstrich macht. Alpe Pragas kauft die Frucht deshalb zu und behandelt sie mit derselben Sorgfalt wie die eigenen Beeren vom Hang.
Zu Scones, dunkler Schokolade und Ente
Auf warmem Toast mit Butter ist die Orange der Klassiker, der einen langsamen Morgen einläutet.
Zu frischen Scones und einer Tasse kräftigem Schwarztee entsteht daraus ein kleines Ritual, und ein Löffel unter dunkler Schokolade macht aus dem Tafelrest ein Dessert. Zu gebratener Entenbrust gibt ihre Bitterkeit die Richtung vor, die dort sonst ein Schuss Likör übernimmt.
Kühl gestellt hält sie sich lange
Ungeöffnet steht das Glas dunkel und kühl bis zur nächsten Ernte in Sizilien.
Nach dem Öffnen gehört es in den Kühlschrank, und der Löffel bleibt sauber. Ohne Kristallzucker steht die Frucht in der Bio-Linie mit Agavendicksaft, das ganze Sortiment von Alpe Pragas im Haus aus dem Pragser Tal.