Schokokugeln Bratapfel von Sawade mit Butter im Kern
Schokokugeln Bratapfel von Sawade sind Pralinenkugeln, deren weicher Trüffel nach Ofenwärme, Vanille und Winterapfel schmeckt. Eine kräftige Hülle aus Vollmilchschokolade liegt darum, und das orangefarbene Papier verrät die Sorte schon durch das Cellophan.
Schokokugeln Bratapfel sind gefüllte Pralinenkugeln von Sawade in Berlin-Reinickendorf, einzeln in Papier eingedreht und mit reichlich Butter in der Füllung. Fünf Stück binden wir im Cellobeutel mit einer Schleife zusammen, womit das Mitbringsel für den Adventsteller fertig ist.
Wie der Nachtisch aus dem Ofen
Der erste Eindruck ist warm und nicht fruchtig, weil Butter und Vanille noch vor allem anderen ankommen. Erst danach meldet sich der Apfel, süß und mit einer feinen Säure, die der Vollmilchschokolade das Satte nimmt.
Warm, weich, würzig – in dieser Reihenfolge baut sich die Füllung auf, ganz wie bei einem Apfel, der lange genug im Ofen stand. Ein Bissen genügt, denn die Masse ist saftig und trägt weit. Das Karamell aus dem Zuckersirup legt darunter einen dunklen Ton an, der an die Kruste im Backblech erinnert.
Die Hülle ist hier bewusst kräftig gehalten und passt zu dieser Säure besser als eine dunkle Schokolade. Milch und Süße lassen die Apfelnote vorn stehen, statt sie in die Bitterkeit des Kakaos zu ziehen.
Warum so viel Butter in der Kugel steckt
In der Confiserie entsteht ein Bratapfel aus Wärme, Süße und einer Spur Zitronensäure, die zusammen den Eindruck der Frucht ergeben. Butter trägt dieses Zusammenspiel, und mit ihrem hohen Anteil steht sie in dieser Rezeptur gleich hinter Zucker, Kakaobutter und Milchpulver.
Je mehr Butter in einer Füllung steckt, desto weicher wird sie im Mund und desto stärker reagiert sie auf Wärme im Raum. Ein Feuchthaltemittel hält die Masse über Wochen geschmeidig, damit sie im geschlossenen Hohlkörper nicht austrocknet.
Mandelmark gibt der Füllung Körper und bringt zugleich die Schalenfrucht mit, die auf dem Beutel ausgewiesen ist. Die Hohlkörper schleudert Sawade im eigenen Haus, füllt sie nach dem Erkalten und dreht jede Kugel einzeln in ihr Papier.
Weil jede Kugel für sich verpackt ist, bleibt die Hülle blank und der Trüffel darunter geschützt, bis jemand am Papier zieht. Das kurze Rascheln beim Aufdrehen gehört zu dieser Sorte fast so dazu wie das Gewürz in der Masse.
Zum Stollen und zum schwarzen Tee
Neben einer Scheibe Stollen behauptet sich der Bratapfel, weil beide dieselbe Wärme mitbringen und einander nichts wegnehmen. Ein kräftiger schwarzer Tee steht ebenso gut daneben und stellt der Süße etwas Herbes entgegen.
Auf einem gemischten Teller ist der Bratapfel die Sorte, die man Gästen ohne weitere Erklärung hinstellen kann, weil jeder den Geschmack aus der eigenen Küche kennt. Zwei Kugeln reichen nach dem Essen für zwei Personen, mehr braucht dieser Abschluss nicht.
Sawade legt diese Sorte für die kalte Jahreszeit auf, weshalb der Beutel im Sommer nicht im Regal steht. Wer im Advent zugreift, hat ihn bis Weihnachten im Schrank, und bis dahin bleibt die Füllung, wie sie sein soll.
Lagere die Kugeln kühl, dunkel und trocken, denn Wärme macht die Butter weich und im Kühlschrank setzt sich Feuchtigkeit auf der Hülle ab. Milder wird es bei den Schokokugeln Vanille Karamell, röstig bei den Schokokugeln Gebrannte Mandel. Mehr aus Berlin steht bei Sawade Berlin, dazu unsere Weihnachtsauswahl. Ofenwärme ganz ohne Ofen.