Herbsthimbeere, die Himbeere mit zwei Ernten
Herbsthimbeere Fruchtaufstrich ist eine intensive Himbeermarmelade aus einer alten Schweizer Sorte, in kleinen Kesseln eingekocht. Erich Stekovics fängt das unglaubliche Aroma der spät reifenden Beere ein, mit einem Fruchtanteil, der die Frucht in den Mittelpunkt stellt.
Herbsthimbeere Fruchtaufstrich ist eine handgekochte Himbeermarmelade von Stekovics, dem Kaiser der Paradeiser vom Neusiedler See. Die dunkel-blutrote Beere einer alten Schweizer Sorte wird vollreif geerntet und in kleinen Kesseln sanft eingekocht, mit 70 Prozent Fruchtanteil im 200 g Glas. So bleibt das volle Aroma der Frucht erhalten. Eine Marmelade für Genießer, die Frucht vor Zucker stellen.
Fruchtig, saftig und würzig
Schon der Duft ist pure Himbeere, dunkel und intensiv, kein Vergleich zur blassen Supermarktware. Tiefrot, fast schwarz, schimmert die Marmelade im Glas, dicht und glänzend. Man riecht den Spätsommer.
Auf dem Löffel zeigt die Herbsthimbeere ihr ganzes Spiel von Säure und Süße, fruchtig, saftig und würzig. Die dunkle Beere bringt eine Tiefe mit, die hellere Sommerhimbeeren nie erreichen. Ganze Kerne knirschen sanft zwischen den Zähnen, ein Zeichen echter Frucht. Die späte Reife gibt ihr ein tieferes, fast herbstliches Aroma, samtig im Mund und lange präsent. Eine Himbeere, die nach mehr schmeckt als nur süß, mit feiner Säure, die nie zu spitz wird.
Aufs Frühstücksbrot und ins Dessert
Herbsthimbeere gehört auf den Frühstückstisch, aber sie kann noch viel mehr. Die kräftige Säure macht sie zum Liebling für alle, die es nicht zu süß mögen, und sie passt zum Frühstück ebenso wie ins feine Dessert.
Aufs frische Weißbrot oder ins Croissant, in Naturjoghurt oder Quark gerührt, als Füllung für Palatschinken und Biskuitrolle – klassischer geht es kaum. Du kannst sie auch zu Vanilleeis oder Panna Cotta reichen, wo ihre Säure dem Süßen Kontur gibt. Probier sie einmal in einem Linzer Auge, da gehört sie eigentlich hin, oder einen Löffel im Tee. Ein Klecks im Sekt verwandelt das Glas in ein kleines Fest. Mehr aus dem Obstgarten findest du bei den Fruchtaufstrichen, etwa der Marille oder der Mieze Schindler Erdbeere.
Eine Schweizer Sorte am Neusiedler See
Die Herbsthimbeere ist eine Rarität, ihre Sträucher tragen zweimal im Jahr, wie Erich gern erzählt. Diese alte Schweizer Sorte ist heute kaum noch zu finden. Schon ihr Name verrät die Eigenart, sie reift, wenn andere Sorten längst durch sind.
Im Frühjahr werden die Sträucher radikal zurückgeschnitten, sodass die ersten Früchte erst Ende des Sommers an einjährigen Ruten reifen. Geerntet wird von Anfang August bis spät in den November, von Hand und vollreif. Gemeinsam mit seiner Frau Priska baut Erich sie am Neusiedler See an, neben über 3.000 alten Tomatensorten. Was Erich pflanzt, hat Geschmack.
Diese späte, langsame Reife im pannonischen Klima macht das Aroma so dicht, der Aufwand lohnt, denn wenige Sorten schmecken so intensiv. In kleinen Kesseln wird die Beere dann behutsam mit Zucker eingekocht, herbstlich, fruchtig und kräftig. So wird aus einer eigenwilligen Sorte ein Glas voll Spätsommer, das den Herbst aufs Brot bringt. Wenige Gläser bringen so viel Aroma und Geschichte mit. Probier sie einmal, und die blasse Supermarktware hat ausgedient. Alle Achtung.