Maulbeere mit Kriecherl, dunkel und süß
Maulbeeren Fruchtaufstrich vereint dunkle Maulbeeren mit Kriecherl, kleinen wilden Pflaumen, eingekocht in kleinen Kesseln. Erich Stekovics bringt zwei fast vergessene Früchte zusammen, süß, saftig und so zart, dass man sie kaum frisch im Handel findet.
Maulbeere Fruchtaufstrich ist eine handgekochte Maulbeermarmelade von Stekovics, dem Kaiser der Paradeiser vom Neusiedler See. Die dunklen Maulbeeren werden mit Kriecherl, gelben wilden Pflaumen, vollreif geerntet und mit Zucker in kleinen Kesseln eingekocht, mit 70 Prozent Fruchtanteil im 200 g Glas. Eine kleine Rarität, die schöne Geschichten erzählt.
Fruchtig, süßlich und saftig
Tiefdunkel, fast brombeerfarben, schimmert der Aufstrich im Glas, ein ungewohnter Anblick. Dick und löffelfest, mit ganzen Fruchtstücken, liegt er einladend da. Man taucht den Löffel ein und ahnt schon, dass hier etwas Anderes wartet.
Auf dem Brot zeigt die Maulbeere ihr sanftes, honigsüßes Aroma, die Kriecherl bringt eine feine Säure dazu. Die dunkle Beere allein wäre fast zu sanft, die wilde Pflaume gibt ihr Spannung. Zusammen schmecken sie fruchtig, süßlich und saftig, mild und doch vielschichtig. Im Mund wird die Süße von einer feinen, frischen Säure gehalten. Du erlebst eine ungewöhnliche Kombination, die nach mehr schmeckt und zugleich vertraut wirkt.
Aufs Frühstücksbrot und zu Käse
Dieser dunkle Aufstrich ist etwas für neugierige Entdecker, der den Frühstückstisch bereichert. Wer das Gewohnte satt hat, wird ihn lieben.
Auf Butterbrot oder Croissant gehört sie ebenso wie in Joghurt oder Topfen; als Füllung für Crêpes und Buchteln macht sie sich genauso gut. Du kannst sie auch zu mildem Frischkäse oder Ziegenkäse reichen, wo ihre dunkle Süße schön kontrastiert. Auch zu Wild oder einer kräftigen Käseplatte passt sie überraschend gut. Ein Klecks über Vanilleeis macht aus einem schlichten Dessert etwas Feines. Probier sie einmal auf dunklem Roggenbrot mit Butter, auch in einen Schokokuchen gerührt entfaltet sie ihren Charakter. Mehr aus dem Obstgarten findest du bei den Fruchtaufstrichen, etwa der Marille oder der Herbsthimbeere.
Maulbeere, verwandt mit der Feige
Botanisch gehört die Maulbeere zur Familie der Feige, wie Erich gern erzählt. Es gibt sie in Weiß, Schwarz und Rot, die weiße mild, die schwarze kräftig, die rote dazwischen. Schon ihr Name klingt nach alten Gärten und Seidenraupen, die einst ihre Blätter fraßen.
Meist wächst sie nur an Sträuchern, doch an warmen, windgeschützten Standorten mit tiefem, kalkreichem Boden werden daraus stattliche Bäume. Den ganzen Sommer reifen die süßen, saftigen Früchte heran, zu zart für den Transport in den Handel. Diese Zartheit ist ihr Vorzug und zugleich der Grund ihrer Seltenheit.
Die Kriecherl wiederum, kleine gelbe Wildpflaumen, wachsen oft an Feldrändern und Hecken, fast vergessen und doch voller Aroma. Gemeinsam mit seiner Frau Priska baut Erich beides am Neusiedler See an, neben über 3.000 alten Tomatensorten. Was Erich pflanzt, hat Geschmack.
So kommt eine Frucht ins Glas, die du sonst kaum bekommst, saftig, fruchtig und würzig. Ein Glas voller Geschichte und Geschmack, das selten geworden ist. Man genießt sie am besten in kleinen Portionen, gerade weil sie so kostbar ist. Probier sie einmal, und du fragst dich, warum es diese alte Sorte nicht öfter gibt. Alle Achtung.