Knoblauchblüten, mild und knackig im Glas
Knoblauchblüten sind die prallen, noch geschlossenen Knospen des Wildgartenknoblauchs, eingelegt in Tomatenessig. Erich Stekovics bringt diese Rarität ins Glas, milder und feiner als roher Knoblauch, knackig wie eine kleine Olive.
Knoblauchblüten sind eingelegter Knoblauch der besonderen Art von Stekovics, dem Kaiser der Paradeiser vom Neusiedler See. Die ungeöffneten Blüten des Wildgartenknoblauchs werden frisch geerntet, von Hand in Gläser geschichtet und in Paradeiseressig mariniert. 120 g knackige Knospen stecken im 250 ml Glas. Eine Rarität, die selbst Kenner überrascht.
Würzig, knackig und kräftig
Klein, prall und grün-weiß liegen die Knospen im Glas, ein ungewohnter, hübscher Anblick. Man rätselt erst, was das wohl ist, ein Glas, das Fragen aufwirft und Lust aufs Probieren macht. Knoblauch, der nicht nach strengem Knoblauch riecht, das allein macht schon neugierig. Manche halten sie für kleine Kapern, andere für Oliven, dabei ist es echter Knoblauch in seiner zartesten Form.
Beiß hinein, und du schmeckst Knoblauch, aber zarter und runder als die rohe Zehe, gemildert vom fruchtigen Tomatenessig. Die Blüten bleiben würzig, knackig und kräftig, außen mit Biss, innen mild. Der Tomatenessig legt sich wie ein fruchtiger Mantel um die Schärfe und nimmt ihr die Spitze. So bleibt der Atem auch danach erträglich, ein nicht unwichtiger Vorzug bei Knoblauch. Wie eine Olive oder ein Kapernapfel, nur mit einer feinen Knoblauchnote, die nie aufdringlich wird.
Wie Oliven zur Jause
Knoblauchblüten sind eine elegante Beilage für kalte Stunden, ein Hingucker auf jeder Platte. Sie sind etwas für Genießer, die das Besondere suchen.
Nimm sie wie Oliven zur Jause, auf den Antipasti-Teller, neben Käse und Schinken oder als Tupfer im Salat. Du kannst sie auch zu kalten Braten oder aufs Brot mit Frischkäse legen, wo ihre milde Schärfe feine Akzente setzt. Ein paar davon machen jede Käseplatte interessanter. Auch zu einem kühlen Bier oder in einer Bloody Mary machen sie eine gute Figur. Probier sie einmal zu gegrilltem Fleisch, da zeigen sie ihre würzige Seite. Wer den Knoblauch klassischer mag, findet bei den eingelegten Raritäten auch die Knoblauchzehen oder die Salzgurken.
Wildgartenknoblauch am Neusiedler See
Der Wildgartenknoblauch wächst eigenwillig, und seine Knospen erntet Erich, bevor sie sich öffnen, wie Erich gern betont. Nur im richtigen Moment haben sie diese feine Milde. Der richtige Erntezeitpunkt ist alles, ein paar Tage zu spät, und die Blüte öffnet sich.
Frisch gepflückt werden die Knospen von Hand in Gläser geschichtet und mit Zucker, Salz und Paradeiseressig mariniert, frisch, würzig und aromatisch. Gemeinsam mit seiner Frau Priska baut er den Knoblauch am Neusiedler See an, neben über 3.000 alten Tomatensorten. Schon seine Eltern bauten Gemüse im Freiland an, und solche Raritäten liegen ihm besonders am Herzen. Diese Geduld schmeckt man später im Glas. Was Erich pflanzt, hat Geschmack.
So wird aus einer Blüte, die sonst kaum jemand kennt, eine feine Delikatesse. Ein kleines Glas für alle, die ihren Gästen gern etwas Neues zeigen. Man reicht sie herum, und alle wollen wissen, was das ist. Stell sie auf den Tisch, und sie wird ganz schnell zum Gesprächsstoff. Alle Achtung.