Mieze Schindler, die Erdbeere mit Seele
Mieze Schindler ist ein Erdbeer-Fruchtaufstrich aus einer alten, aromatischen Erdbeersorte, sorgsam von Hand eingekocht. Erich Stekovics bewahrt eine Sorte, die für den Handel zu empfindlich ist, und fängt ihr unvergleichliches Aroma im Glas ein.
Mieze Schindler ist eine handgekochte Erdbeermarmelade von Stekovics, dem Kaiser der Paradeiser vom Neusiedler See. Die alte Sorte, 1925 von Dr. Otto Schindler gezüchtet und nach seiner Frau benannt, wird vollreif geerntet und behutsam mit 75 Prozent Fruchtanteil eingekocht. So bleibt ihr berühmtes Aroma erhalten. Eine Marmelade für alle, die echte Erdbeere noch kennen, ihr Ruf eilt ihr unter Liebhabern voraus.
Tief, fruchtig und himbeerartig
Dunkelrot und dicht schimmert der Aufstrich im Glas, mit ganzen Fruchtstücken darin, dick und löffelfest. Schon der Duft ist intensiver als bei jeder gewöhnlichen Erdbeere. Schon der Anblick macht Lust auf den ersten Bissen, man möchte sofort den Löffel eintauchen.
Auf dem Brot entfaltet die Mieze Schindler ihr volles Aroma, fruchtig, saftig und himbeerartig zugleich. Diese Sorte gilt unter Kennern als die wohlschmeckendste Erdbeere überhaupt, weich, vollmundig und voller Tiefe. Du schmeckst sofort, dass hier keine wässrige Massenware im Glas ist, sondern echte, reife Frucht. Im Mund bleibt sie lange präsent. Die Frucht trägt sich selbst, da braucht es keine Tricks.
Aufs Frühstücksbrot und in den Kuchen
Mieze Schindler gehört auf den Frühstückstisch und in jede gute Mehlspeise. Sie macht aus dem Gewöhnlichen etwas Besonderes und gehört zu den gesuchtesten Erdbeersorten überhaupt.
Ob aufs Butterbrot oder Croissant, in Joghurt und Topfen gerührt oder als Füllung für Biskuitrolle und Linzer Torte – die Mieze Schindler passt überall. Du kannst sie auch zu Vanilleeis oder über Pancakes geben, wo ihr Aroma alles überstrahlt. Über frische Topfenknödel oder einen Grießflammeri gehört sie unbedingt, sie verleiht selbst einer schlichten Mehlspeise Festtagsstimmung. Auch pur vom Löffel ist sie ein kleines Glück. Ein Löffel im Sekt verwandelt ein Glas in ein kleines Fest. Mehr aus dem Obstgarten findest du bei den Fruchtaufstrichen, etwa der Marille oder der Herbsthimbeere.
Eine fast verlorene Sorte am Neusiedler See
Die Mieze Schindler ist eine Diva unter den Erdbeeren, herrlich im Geschmack, aber für die konventionelle Landwirtschaft völlig unbrauchbar, wie Erich gern erzählt. Schon ihr Name erzählt eine Geschichte, eine Frau namens Mieze stand Pate. Sie ist weich, druckempfindlich und keine Stunde haltbar im Supermarktregal. Genau das hat sie fast verschwinden lassen, für die Industrie ist sie wertlos, für Genießer dagegen unbezahlbar.
Gerade deshalb baut Erich sie an, gemeinsam mit seiner Frau Priska am Neusiedler See, neben über 3.000 alten Tomatensorten. Vollreif von Hand geerntet, wird sie sorgsam in kleinen Kesseln eingekocht, saftig, fruchtig und aromatisch. Dieser Aufwand lohnt, denn so etwas wächst nicht im Supermarkt, jedes Glas ist ein Stück gerettete Sortenvielfalt. Was Erich pflanzt, hat Geschmack.
So kommt eine Erdbeere ins Glas, die du frisch fast nie bekommst, weich, fruchtig und voller Geschichte. Ein Glas, das man sich für besondere Momente aufhebt, denn wer sie einmal hatte, will keine andere mehr. Probier sie nur ein einziges Mal, und jede andere Erdbeermarmelade wirkt blass dagegen. Alle Achtung.