Bunter Spiral Paprika von Erich Stekovics, mild
Bunter Spiral Paprika von Erich Stekovics ist eine lang ausgereifte Schote der alten Sorte Altweibersommer, gedreht wie eine Chili und trotzdem ohne jede Schärfe. Eingelegt wird sie in einem Essig aus eigenen Paradeisern, der ihre Süße mit fruchtiger Säure begleitet.
Bunter Spiral Paprika ist eine eingelegte Paprika von Stekovics aus Frauenkirchen im Burgenland. Die schmalen, gedrehten Schoten bleiben bis weit in den Herbst am Strauch, werden von Hand geputzt und mit Zucker und Salz in Paradeiseressig gelegt, in dem sie knackig bleiben.
Süßsauer, knackig und ohne Schärfe
Rot, orange und gelb liegen die gedrehten Schoten übereinander, und das Glas sieht aus, als stünde etwas Feuriges bevor.
Der erste Bissen räumt das Missverständnis aus: Die Schote knackt hell, schmeckt süß nach vollreifer Paprika und bekommt vom Essig runde, fruchtige Säure dazu. Weil die Frucht lange in der Sonne hing, ist ihr Zucker deutlich zu schmecken, und die Würze bleibt trotzdem klar. Was bleibt, ist ein saftiger Biss, den man gern zweimal nimmt.
Warum sie aussieht wie eine Chili
Botanisch stammen Gemüsepaprika und Chili von derselben Art ab, den Unterschied macht allein ein Stoff namens Capsaicin.
Er sitzt in den weißen Scheidewänden im Inneren der Frucht, und diese Sorte bildet ihn schlicht nicht aus. Was aussieht wie eine kleine Peperoni, ist deshalb ein mildes Gemüse, das auch Kinder vom Brett stibitzen dürfen. Die schmale, gedrehte Form gehört zu ihrer Eigenart und hat mit Schärfe nichts zu tun.
Altweibersommer, eine fast vergessene Sorte
Den Namen trägt die Sorte nach jenen warmen Septemberwochen, in denen feine Spinnfäden über die Felder ziehen.
In dieser späten Zeit steht sie voll im Ertrag, und erst dann bekommt sie ihre Farben. Stekovics baut die Sorte an, weil sie im Handel längst verschwunden ist und außer ihm kaum jemand die Mühe auf sich nimmt, so lange auf die Ernte zu warten. Jede Schote wird einzeln vom Stiel befreit und ganz ins Glas geschichtet, denn zerteilt verlöre sie ihre Drehung.
Zum Bauernbrot, zum Käse und vom Grill
Auf einem Brett mit Speck, Käse und kräftigem Bauernbrot braucht diese Paprika keinen weiteren Auftritt.
In Ringe geschnitten kommt sie über einen Salat aus Blattsalat und Zwiebel, wo der Sud gleich das Dressing mitliefert. Neben Gegrilltem hält ihre Säure gegen das Fett vom Rost, und in einem Wurstbrot ersetzt sie Gurke und Senf zugleich. Auf einer warmen Scheibe Brot mit Butter genügt sie sich selbst.
Wer Gäste hat, stellt das Glas gleich offen dazu, denn die Spiralen sehen auf dem Tisch nach mehr aus als nach Beilage. Auch zu Bratkartoffeln oder in einem Reisgericht macht die milde Würze von Stekovics ihre Arbeit, ohne den Teller zu beherrschen.
Jede Ernte färbt anders
Ein Hinweis aus der Natur: Die Farbmischung im Glas fällt von Charge zu Charge unterschiedlich aus.
Je nach Erntezeitpunkt liegen mal mehr gelbe und orange, mal überwiegend rote Stücke übereinander, denn gereift wird auf dem Feld und nicht nach Plan. Im Geschmack bleibt sich die Sorte dabei gleich, und geschlossen hält das Glas kühl und dunkel weit über den Winter. Weiteres von Stekovics steht bei den Paprika-Raritäten, daneben die Apfelpaprika und die Mangalizia Paprika.
Inhalt 380 ml – Abtropfgewicht 250 g