Tropic Habanero Mix von Erich Stekovics, gelb und feurig
Tropic Habanero Mix von Erich Stekovics ist eine sehr scharfe Würzpaste aus gelben Habaneroschoten, die von Hand geputzt, geschnitten und mit Meersalz und Rapsöl vermengt werden. Die gelbe Schote bringt neben der Hitze ein blumiges, beinahe tropisches Aroma mit.
Tropic Habanero Mix ist die gelbe Chilipaste von Erich Stekovics, gewachsen am Neusiedler See im Burgenland, grob gehalten, sodass die Stücke der Schote noch zu erkennen sind. Habanero zählt zu den schärfsten Sorten überhaupt, weshalb hier die Messerspitze reicht, wo sonst ein Löffel steht.
Erst die blumige Frucht, dann das Feuer
Wer den Deckel hebt, riecht zuerst etwas Helles, Blütenhaftes, das an Aprikose und an reife Mango denken lässt. Erst danach meldet sich die Schärfe, und sie kommt als breite, langsam steigende Wärme statt als kurzer Stich.
Diese Hitze bleibt lange und klingt erst nach Minuten wieder ab, weshalb die Paste sparsam dosiert werden will. Gelbe Habanero schmeckt dabei deutlich fruchtiger als die roten Sorten, die vor allem Feuer liefern. Meersalz steht in der Zutatenliste gleich hinter der Schote und würzt kräftig mit.
Rapsöl bindet das Ganze und legt sich als dünner Film über die Paste, was sie im geöffneten Glas frisch hält. Grob geschnitten bleibt die Frucht erkennbar, und beim Rühren zerfällt sie erst im warmen Topf.
Zu kurzgebratenem Fleisch, in Marinade und Salsa
Rühre die Messerspitze in die Marinade für den Grill, dann verteilt sich die Schärfe gleichmäßig, statt an einer Stelle zu sitzen.
Zu kurzgebratenem Fleisch, in Bohnengerichte, in Salsa zu Tacos oder in die Fischsuppe gehört die Paste ebenso wie an gegrillte Garnelen, deren Süße gegen die Hitze hält. Weil das Salz schon mitkommt, salze das Gericht erst danach ab. Taste dich in kleinen Schritten heran, denn nachlegen geht immer, zurücknehmen nie.
Auch Mango, Ananas und Limette vertragen sich gut mit dieser Schärfe, weshalb tropische Salsas hier ihren natürlichen Partner finden. In der Guacamole genügt der Hauch von der Messerspitze, und im Reistopf verteilt sich das Ganze von selbst. Ein Klecks im Dip zu rohem Gemüse bringt Wärme, ohne die Frische zu decken.
Habanero, die Schote mit dem falschen Namen
Ihren Namen trägt die Habanero nach Havanna, obwohl ihre Heimat weiter westlich auf der Halbinsel Yucatán liegt. Botanisch gehört sie zu Capsicum chinense, und auch dieser Artname geht auf einen alten Irrtum zurück, denn mit China hat die Art nichts zu tun.
Capsicum chinense braucht Wärme und Zeit, oft fünf Monate von der Blüte bis zur reifen Schote. Am Neusiedler See findet sie beides im pannonischen Klima, das lange, heiße Sommer bringt. Erich Stekovics erntet erst, wenn die Schoten von Grün über Blassgelb ins satte Sonnengelb umgeschlagen sind. Vor der Reife fehlt der Frucht das Blumige, und übrig bliebe pure Schärfe.
Ein kleines Glas, das lange reicht
Weil jede Portion winzig ausfällt, begleitet ein Glas von Erich Stekovics viele Monate am Herd. Wer Schärfe sucht und dabei die Frucht behalten möchte, ist bei der gelben Schote am richtigen Platz. Mehr Feuer aus dem Garten von Erich Stekovics steht in den Chili-Spezialitäten, etwa der säuerlich-helle Zitronenchili.