Schokolade mit Almrosenhonig von Tiroler Edle, blumig
Schokolade mit Almrosenhonig von Tiroler Edle ist eine dunkle Tafel über einer weichen Füllung aus dem Honig der Alpenrose und Frischrahm vom Grauvieh. Ein Tropfen Balsamico stellt sich der Süße entgegen und hält die Blüte klar erkennbar.
Schokolade mit Almrosenhonig ist die alpinste Sorte im Sortiment von Tiroler Edle, hundert Gramm dunkle Schokolade aus der Konditorei in Landeck über einer Creme aus 12 Prozent Almrosenhonig, Frischrahm und Vanille. Der Almrosenhonig stammt von den Sträuchern der Verwallgruppe.
Dunkle Hülle über weicher Blütensüße
Die Hülle bricht dunkel und trocken, darunter liegt eine Creme, die im Mund sofort nachgibt. Auf dem Anschnitt sieht man die helle Füllung als schmales Band.
Der Honig bringt eine helle, blütige Süße mit, wie sie nur Bergwiesenhonig hat, und dahinter steht der herbe Grund der dunklen Masse. Der Rahm bindet beides und macht die Füllung weich, ohne sie schwer zu machen.
Ganz zum Schluss meldet sich eine feine Säure, die nach Traube schmeckt und die Süße auffängt. Was bleibt, ist ein blumiger Ton, der lange im Mund steht und mehr nach Wiese als nach Bonbon schmeckt.
Die Almrose und ihr kurzer Sommer
Die Almrose, botanisch eine Alpenrose, ist ein niedriger Strauch, der die Hänge oberhalb der Waldgrenze im Hochsommer flächig überzieht. Seine Blüten stehen dicht an dicht, doch jede einzelne gibt nur wenig Nektar her.
Sie blüht nur wenige Wochen im Hochsommer, und in dieser Zeit müssen die Völker weit hinauf, damit überhaupt ein sortenreiner Honig zusammenkommt. Deshalb ist er selten und fällt je nach Wetter im Gebirge sehr unterschiedlich aus, in manchen Jahren bleibt die Ernte sogar ganz aus.
Gesammelt wird er in der Verwallgruppe, jenem rauen Tiroler Gebirgszug zwischen Arlberg und Paznaun, wo wenig anderes blüht. Sein Geschmack ist mild und hell, mit einer Note, die an frisches Heu und Blüten erinnert.
Ein Tropfen Balsamico in der Füllung
Dass Essig in einer Tafel steht, überrascht beim Lesen der Zutaten und erklärt sich beim ersten Stück.
Honig und Rahm zusammen können leicht ins Pappige kippen, und genau dort setzt der Balsamico an: Seine Säure hebt die Blütennoten heraus und hält den Ton wach, ohne selbst nach Essig zu schmecken. Ähnlich arbeitet ein Koch, der einen Spritzer Essig ans fertige Gericht gibt.
Dosiert wird er in winzigen Mengen, denn schon ein Tropfen zu viel würde die Blüte übertönen. Wer sie neben eine rein süße Füllung legt, merkt sofort, was der Essig ausrichtet. Die Füllung rührt Tiroler Edle in Landeck von Hand, den Rahm dafür gibt das Grauvieh.
Zum Kräutertee, zum Käse, nach der Wanderung
Bei Zimmertemperatur wird die Creme am weichsten und der Honig am deutlichsten, gekühlt tritt vor allem die dunkle Hülle hervor. Zu einem Kräutertee passt die Blüte gut, und neben einem gereiften Hartkäse zeigt sich, wie gut Honig und Salz miteinander können. Auch zu einem Glas Süßwein am Abend steht sie richtig.
Nach einer Wanderung schmeckt ein Stück davon ohnehin anders als am Küchentisch, wo man den Bergsommer nur ahnt. Lagere die Tafel kühl und trocken, damit die Füllung fest bleibt.
Ebenfalls fruchtig gefüllt ist die Schokolade mit Marille, daneben stehen weitere Schokoladentafeln und das ganze Sortiment von Tiroler Edle.